Strukturierte Website-Daten sind das digitale Futter für Alexa & Co

Nicolai Goschin · Juni 2018 in Digitale Welt

Sprachassistenten sind die nächsten Suchmaschinen — wir schauen genauer hin und erklären, wie sich diese für das eigene Online-Marketing nutzen lassen. Schon heute.

Digitale Sprachassistenten haben in den vergangenen Monaten still und leise ihren Weg in unseren Alltag gefunden. Dank Apples Siri, Amazons Alexa, Microsofts Cortana und dem Google Sprachassistenten müssen wir nicht mehr mühsam unsere Suchbegriffe auf kleine Displays tippen, sondern können einfach fragen. Und kriegen vollständige Sätze als Antwort — naja, zumindest meistens.

Aber wie kommen die klugen Assistenten überhaupt an ihre Informationen? Klar, das Internet hat irgendwas damit zu tun, doch was kann ich als Unternehmen machen, damit auch meine Daten bei der nächsten sprachgesteuerten Datenabfrage auf dem Smartphone des User landen? Wir sind diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Warum strukturiere Daten Smart Speakern helfen

Noch relativ neu und doch schon fast Routine sind sprachgesteuerte Assist-Systeme wie die Apples Siri oder Smarte Lautsprecher wie Alexa von Amazon. Wir stellen Fragen und die kleinen Dinger liefern uns ad-hoc Antworten. Doch wie kommen Siri, Alexa, Google und Cortana eigentlich an ihre Informationen?

Daten erfassbar machen

Es wird nun keinen wirklich wundern: Ihre Antworten kommen zu großen Teilen aus dem Internet. Und zwar werden hierzu unter anderem „strukturierten Daten“ (engl. structured data) herangezogen. Hierbei handelt es sich um Daten wie Adressen, Telefonnummern, Einkaufslisten, Rezepte, Bewertungen usw., die in einem bestimmten Format auf Websites hinterlegt werden. Und so werden sie dann für Maschinen — und eben auch für digitale Assist Systeme — lesbar. Ein Rezept kann beispielsweise so aussehen:

{

“@type”: “Recipe”,
“name”: “Fruchtige Beerenbowle”,
“author”: “Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG”,
“image”:
“http://www.mio-online.de/thumbs/meine-k….jpg",
“description”: “Erfrischt an heißen Tagen — ideal für eine sommerliche Gartenparty!”,
“prepTime”: “PT15M”,
“cookTime”: “PT1H”,
“recipeYield”: “12”,
“datePublished”: “2017–06–28”,
“nutrition”: {
“@type”:
“NutritionInformation”,
“calories”: “219 calories”,
“servingSize”: “1 Portion”
}

Die strukturierte Darstellung macht sie für Maschinen les- und damit auch verstehbar. Zu den Verarbeitern dieser Daten gehören neben den reizenden Home Assistentinnen natürlich auch Crawler von Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Bing. Somit sind sie im besonderen eben auch für das Ranking in Suchmaschinen relevant.

Das was auf den ersten Blick nur wie eine Verbesserung der Usability wirkt, wird langfristig eine weitreichende Veränderung des Marketing im Internets zur Folge haben. Denn ganz egal, ob nun Siri mir eine Antwort liefert oder ich bei Google die Öffnungszeiten des Restaurants direkt in den Suchergebnissen sehe: Ich, der User, muss nicht mehr eine Website besuchen, ja im Falle eines Smart Speakers muss ich noch nicht einmal mehr ein Device in die Hand nehmen, um eine Informationen abzurufen. Und das ist ein enormer Wandel.

Während sich Marketing-Abteilungen heute noch vornehmlich mit der Frage beschäftigen, wie sie eine Website für Suchmaschinen optimieren und den User dann am besten über ihre Website führen oder über dem nächsten Facebook-Post brüten, werden wir uns langfristig mit der Frage beschäftigen, wie wir unsere Websites „fit“ für die digitalen Assistenten machen.

Schon bald wird nämlich jenes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil haben, welches strukturierte Daten bereithält, um im passenden Moment von einem Assistenten aufgegriffen zu werden. Zum Beispiel bei der Suche nach einem Restaurant in der Nähe.

Auch wenn die Verbreitung von Sprachassistenten heute schon hoch ist, ist ihre Nutzung im Alltag noch überschaubar. Aber als Unternehmen müssen wir — wie so häufig — bereits heute die Grundsteine für das legen, was langfristig den Erfolg einer Unternehmung sichert. Und ganz nebenbei, bringen die strukturieren Daten heute auch schon enorm positive Effekte, zum Beispiel durch die bevorzugte Darstellung in den Suchergebnissen von Google.

Wir müssen uns also heute schon fragen, wie wir Informationen auf Websites darstellen wollen, wenn wir nicht der Konkurrenz den Vortritt überlassen wollen. Wie das am besten geht, weiß natürlich die Digitalagentur des Vertrauens.

Schmankerl zum Schluss:

Unsere Devices werden immer cleverer und vielseitiger: Längst müssen User nicht mehr ihre Finger nutzen, um Suchanfragen mühsam in die App zu tippen. Rund 20 Prozent der Suchanfragen in der Google App erfolgen inzwischen über Voice Search. Tendenz steigend.

(Quelle: Google Data)

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