Displays  –  das Tor zur analogen Welt

Displays  – das Tor zur analogen Welt. Es wird Zeit, Informationen in das Blickfeld von Menschen zu bringen  –  nicht nur auf ihre Devices.

Nicolai Goschin · März 2018 in Expertise

Menschen teilen Informationen. Und das gleichzeitig über verschiedene Kanäle hinweg. Sie nutzen Twitter, Medium.com oder Facebook, schreiben Mails und Chatten. Egal wie und über welche Kanäle Menschen aber Informationen teilen, es ergibt sich immer ein stark fragmentiertes Bild. Denn verschiedene Informationen ‘wohnen’ an verschiedenen Orten. Um diese abzurufen, muss der oder die Suchende unterschiedliche Kanäle nutzen. Und muss vor allen Dingen erst einmal wissen, welche Information sich in welchem Kanal befindet.

Und es wurde chaotisch

Zwar klingt das einfach, führt aber immer wieder zu allgemeiner Verwirrung. Unser Frankfurter Büro beispielsweise befindet sich in einem Co-Working-Space. Das bedeutet, viele Menschen, viele Informationen, viele Fragen:

„Oh, der Kunde ist heute da?“ – „Naja, stand aber im Kalender.“

„Ist der Meeting Raum frei?“ – „Oh, sorry der ist heute reserviert.“

„Wann ist die Weihnachtsfeier nochmal?“ – „Alter, stand im Newsletter!“

„Wer ist der Typ, der dahinten in der Ecke sitzt?“ – „Weiß nicht, war schon da als ich gekommen bin.“

Also, was tun?

Am Ende gibt es also viele Fragen, wenig Antworten und einiges an Verwirrung. Also was tun? Zum Glück kennen wir uns ja etwas mit digitaler Transformation aus — und entwickelten ein Dashboard, das das Leben in der echten, analogen Welt einfacher macht.

Moment, Dashboards? Das kennen wir doch schon lange, kombinierte Informationen an einem Ort, das ist doch nicht neu!

Stimmt, aber wir bringen diese auf uralte und gleichzeitig neue Art zum User, zum Menschen. Keine App, keine Website, keine Push-Nachrichten. Sondern ein Display. So ein großes Ding, das an der Wand hängt und Informationen bereithält. Alle Informationen, auf einen Blick. Einfach so, zum Konsumieren im Vorbeigehen.

Display in Frankfurt zeigt tagesaktuelle Informationen zur Raumbelegung

Nach diesem Prinzip haben Anzeigetafeln an Flughäfen schon vor Jahren gearbeitet. Erfolgreich. Wenn ich im Terminal des Flughafens stehe, checke ich die Abflugzeit schließlich nicht auf einer App, sondern dem riesigen Ding das im Raum hängt. Und ich frage auch keine Wetter-App, ob die Sonne scheint, wenn ein Fenster in der Nähe ist. Hoffe ich zumindest.

Eine einfache Lösung

Wie lässt sich ein solches Dashboard in der Realität einsetzen? Wir haben zwei Anwendungsfälle realisiert und stellen diese vor.

Szenario 1: Das Display in einem Co-Working-Space

Im Eingangsbereich eines Co-Working-Space in Frankfurt wurden drei 32-Zoll große Displays aufgehängt. Diese zeigen tagesaktuell die wichtigsten Informationen: Wie ist die Raumbelegung? Welche Termine stehen heute an? Welche Firmen und Personen befinden sich noch im Space? Wo gibt’s ein Mittagessen? Wie steht es um die Kaffeemaschine? Was geht bei Instagram?

All diese Informationen werden zentral für alle sichtbar auf den Displays ausgespielt. Und das beste dabei, die Informationen können von überall gepflegt werden. Dem Team des Co-Working-Space stellen wir ein schlankes Content-Mananegment-System bereit, über welches der Output auf den Displays gesteuert wird. Je nach hinterlegter Information und Anlass passt sich das Dashboard optisch an und erscheint beispielsweise im Look eines Kunden, der gerade vor Ort ist. Pfeile an den entsprechenden Stellen zeigen Besuchern dabei sogar noch, in welche Richtung sie gehen müssen.

Drei Displays zeigen Informationen für Besucher im Eingangsbereich

Die Technik dahinter ist (fast) erschreckend einfach. Bei den Displays handelt es sich um normale Flatscreen-Fernseher von Samsung. Das Signal für das Bild liefert ein „Mini-Computer“, ein Raspberry Pi 3. Dieser wurde so konfiguriert, dass er beim Start automatisch eine bestimmte Website im Fullscreen-Mode aufruft. Die Website selbst ist geschützt, so dass sie nur von zugelassenen Geräten aufgerufen werden kann, also von außen nicht zugänglich ist.

Dashboard = Website auf einem Display
Das eigentliche Herzstück bildet also die Website, die auf dem entsprechenden Display angezeigt wird. Diese wird über ein Content-Management-System gesteuert, in welchem alle Informationen hinterlegt werden. Also zum Beispiel Termine, Kunden-Logos, Nachrichten, Social Media Daten, usw. Aus diesen Daten baut die Website bzw. Web App nun eine entsprechende Ansicht auf, die dann auf den Monitoren angezeigt wird.

Je nachdem, welche Informationen gerade relevant sind, baut sich die Ansicht unterschiedlich auf und positioniert die Elemente anders. Leere Flächen werden mit Zusatzinformationen wie Wetter, Uhrzeit oder der Verkehrslage gefüllt. Einmal konfiguriert, aktualisierten sich alle Screens automatisch ohne das Zutun von Nutzern.

Szenario 2: Anwendungsfälle für Dashboards und Displays

Die Anwendungsfälle für Display sind schier endlos. Auch bei uns in der Agentur in Groß-Gerau nutzen wir ein Display, um uns den Alltag zu erleichtern. Wir kombinieren Daten aus verschiedenen APIs und haben so immer die letzten Tweets, Facebook-Posts, aktuelle KPIs von Kampagnen, Todos und Termine im Blick. Das Display hängt an einer zentralen Stelle im Büro, damit jeder im Vorbeigehen auf einen Blick alle Informationen hat.

Das wirklich smarte an diesem Dashboard? Es ist vollkommen autonom. Alle angezeigten Informationen werden aus anderen Kanälen geladen. Darunter Trello, ein Google Kalender und weitere Services. Damit ist es immer aktuell, ohne jemals manuell gepflegt zu werden.

Display in der Agentur zeigt Tweets, Posts, Todos, KPIs und Termine

Grundsätzlich können auf Displays natürlich alle Daten angezeigt werden, die technisch auch auf einer Website angezeigt werden könnten. Also zum Beispiel:

  • Anmeldezahlen bei Events
  • Buchungen oder Käufe im E-Commerce
  • Auslastung von Web-Services
  • Letzte E-Mails, Posts, Tweets usw.
  • Kalendereinträge
  • Todos aus Programmen wie Trello
  • Wichtige Termine, Geburtstage usw.
  • Nachrichten oder firmeninterne Informationen
  • Vorstellungen von Personen oder Projekten
  • Anzahl von eingehenden Support-Tickets
  • Anzahl neu erstellter Accounts oder App-Downloads

Ausschnitt eines Displays

Fazit

Kurz gesagt, jede Information, die technisch ermittelbar ist, kann auf einem Display dargestellt werden. Und absolut jede Information kann über ein Content-Management-System erfasst werden. Es gibt also keine Ausreden. Es wird Zeit, der Kanalflut den Kampf anzusagen und Informationen in das Blickfeld von Menschen zu bringen, nicht nur auf ihre Devices.

Wo bekomme ich so etwas her?

Gut, um auch ein bisschen die Werbetrommel für die Agentur zu rühren, die hinter dieser großartigen Idee und der Umsetzung steht: www.helllicht.com

Wenn jemand eine Idee für ein Display hat und zu dieser einen Sparringspartner sucht: Einfach uns ansprechen: helllicht.com/projektanfrage