Gedanken aus der Praxis

Kreatives Arbeiten: Chance oder Scharlatan?

von Nicolai Goschin und Oliver Reul

Dieser Artikel soll Ihnen einen Einblick in unser Verständnis von Kreativität geben: als Chance, aber vor allem als Sprungbrett zu qualitativ hochwertiger Arbeit. Wie wir das hinbekommen? Nunja, kommen Sie mit auf ein kleine Gedankenreise…

Der Begriff Kreativität begegnet uns in unserem Alltag an vielen, an wirklich sehr vielen Stellen. Ob beim Weg ins Büro, in den Gesprächen mit Kund:innen oder beim Gedankenaustausch mit Kolleg:innen: Das Wort ist schier omnipräsent. Doch was bedeutet es für uns als Digitalagentur, in unserer Arbeit kreativ zu sein? Wo liegen für uns die Grenzen zwischen Ertragbarem und Notwendigem? Und vor allem: Wie wird Kreativität in unseren Augen fair behandelt und vor allem gerecht entlohnt?

Eine Annäherung

Was ist für uns Kreativität?

Kreativ zu sein ist zugegebenermaßen relativ einfach. Schon beim Blick auf den „Agenturnachwuchs“ zeigt sich regelmäßig ein Akt kreativen Schaffens. Dann nämlich, wenn die Zweijährige ihren Lego-Turm mühsam aufbaut und dabei hochkonzentriert einen Stein auf den anderen setzt (nur um ihn anschließend mit einem lauten Krachen dem Erdboden gleich zu machen, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Wir spüren dabei in jedem einzelnen Moment ihren Tatendrang und all die Energie, die sie aufwendet, um zum Ergebnis zu gelangen. Immer aber auch mit dem klaren Fokus etwas zu erschaffen und zu kreieren. Und dies verstehen wir – oder Eltern – meist als kreativ.

Kreativität schafft für mich immer etwas Neuartiges.

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Auch wenn wir unseren Entwickler:innen über die Schulter schauen, begegnet uns Ähnliches. Wenn diese beispielsweise Web-Portale entwickeln, wird klar, dass auch hier ein kreativer Prozess vonstatten geht/gehen muss. Denn sie lösen beim Programmieren nun einmal Probleme auf Wegen, die es so vorher noch nicht gab. Dabei erschaffen sie etwas Neues. Kreativität ist also etwas, was nach unserer Auffassung Prozessuales beinhaltet. Auch wenn die Gedanken dahinter oft für Zusehende vielleicht nicht greifbar sind, schaffen sie letztlich einen Mehrwert. Auch wenn – und das verbinden wir im ersten Moment mit Kreativität – es weder bunt noch laut ist. So weit, so gut.

„Ein kleiner Einblick“
Und wie arbeiten wir eigentlich persönlich kreativ?
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Wirtschaftlichkeit

Wie viel Kreativität verträgt Rentabilität?

Wenden wir nun den Blick auf unsere Branche und die große, weite Agenturenwelt. Dort zeigt sich schnell, dass mit dem Begriff Kreativität oftmals gewisse Erwartungen einhergehen. Gerade auf Seiten der Kund:innen ist das Bild entstanden, dass mit kreativem Arbeiten der Anspruch auf ein immer vergleichbar gutes/kreatives Ergebnis verbunden ist. Treu des Mottos:

Sozusagen auf Knopfdruck das Bestmögliche für unsere individuelle Aufgabenstellung mit dem schrillsten, absurdesten und dennoch zeitgemäßen Anstrich. Doch diese Erwartung ist in unseren Augen ein Trugschluss: Kreativität schuldet nämlich kein Resultat - es ist vielmehr einer der Wege bzw. der Weg dorthin.

Zugegeben: Auch die Branche ist nicht ganz unschuldig an diesem schrillen Bild. Wie oft hörten wir schon Geschichten von Leuten, die sich hinter dem Begriff der Kreativität versteckten und diesen als eine Art „Freifahrtsschein“ verstanden haben. Mit dem Satz „Ob ich jetzt den Artikel fünf Tage später abgebe, ist auch egal. Ich arbeite schließlich kreativ, das müssen Sie doch verstehen“, schadet die Person im Zweifel nicht nur dem eigenen Kontostand, sondern vor allem auch dem Ansehen eines ganzen Berufszweiges.

Kreativität ist häufig der Freifahrtsschein für Dinge

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Auch für Agenturen gilt es, mit dem Gut, sich kreativ nennen zu dürfen, sorgsam umzugehen. Denn das beinhaltet eine gewisse Form von Verantwortung. Mit anderen Worten: Ein gesundes Miteinander aller fördert nicht nur die Reputation der Branche, sondern auch die Qualität der Arbeit und ist letztlich die wirtschaftlichste Lösung für alle Beteiligten. Denn nichts ist unangenehmer, als ein elendig langer, vermeintlich kreativer Prozess, an dessen Ende niemand zufrieden ist. Das impliziert indes auch, dass die Agenturenseite dafür sorgt, Prozesse nicht unnötig (kostensteigernd) in die Länge zu ziehen, wenn das nicht der Qualität der Resultate zuträglich ist.

Zauberwort Teamchemie

Melange aus Visionär:innen & Handwerker:innen

Verantwortung ist auch an einer weiteren Stelle ein sehr gutes Stichwort. Im Spannungsfeld von Kreativität und Wirtschaftlichkeit entdecken wir immer wieder auch den kostbaren Schatz der Qualität unserer eigenen Kolleg:innen. Bei helllicht – und das betonen wir gerne und bewusst immer wieder – haben wir nämlich eine Gruppe von wirklich sehr, sehr guten Leuten. Mit ihnen arbeiten wir gerne zusammenarbeiten und sie höchstselbst arbeiten gerne „kreativ“. Doch gerade für diese Kreativen (aber natürlich auch für alle helllichter:innen) tragen wir in aller erster Linie Verantwortung.

Das Schaffen neuer Dinge
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Was wir damit meinen? Kreatives Arbeiten ist im Rahmen unserer unternehmerischen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe häufig nicht greifbar oder oftmals nur sehr schwer miteinander zu vergleichen. Dennoch verstehen wir diese Kreativität als einen entscheidenden Teil des Lösungsweges und sie ist ein wichtiges Puzzlestück im Gesamtprozess – und so behandeln wir es auch.

Wir haben dabei verstanden, dass es für das bestmögliche Resultat vor allem auch auf eine ausgewogene Teamchemie ankommt. Für uns kann das Team im Wesentlichen als Gruppe von Visionär:innen und Handwerker:innen verstanden werden. Nur Visionär:innen allein am Tisch sitzen zu haben wäre zwar phantastisch, würde aber bedeuten, dass die Arbeit oft nicht konkret genug ist. Eine Gruppe aus Handwerker:innen hat auch ihren Charme, ihr fehlt wiederum letztlich das Visionäre. Es kommt also darauf an, aus beiden Seiten genau die wesentlichen Zutaten herauszufiltern und diese für ein etwaiges Gericht (in unserem Falle meist ein Projekt) so zusammen zu mischen, dass es allen hervorragend schmeckt.

Appell: Kreativität laufen lassen & Rahmen geben

Für uns als hellichter:innen bedeutet das, dass wir unseren Kolleg:innen für Arbeitsprozesse den nötigen Rahmen und die wesentlichen Leitplanken setzen. Wir schreiten ein, wenn wir es für nötig halten; gleichzeitig lassen wir auch bewusst laufen, wenn wir das Gefühl haben, etwas ist noch nicht „auserzählt“ oder jemand sagt, er „habe da noch eine Idee“. Ganz oft sind es genau die Momente, in denen wir überrascht werden, was alles möglich ist. Denn wenn bei uns jemand etwas anfasst, ist es nachher oftmals auch besser. Und selbst wenn nicht, wäre das Scheitern auch eine wichtige, manchmal gar notwendige Erkenntnis für jede:n Einzelne:n - und macht uns auf unseren kreativen Wegen letztlich besser.

„Eine der ältesten Fragen überhaupt.“
Wie bepreise ich kreatives Arbeiten?
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Mit dieser Herangehensweise haben wir gelernt, das Potential aller bestmöglich auszuschöpfen. Dadurch haben wir auch verstanden, Vertrauen in die Arbeit der Leute zu haben, mit denen wir zusammenarbeiten. Und das nicht nur in unsere eigenen, sondern auch die der Kund:innen und anderer Mitstreiter:innen. Dabei ist es uns wichtig, allen den Freiraum zu lassen, den sie brauchen und ihnen beispielsweise keine Methodik aufzuzwingen. Diese sollen sie ganz individuell für sich entdecken und nutzen.

Schließlich ist es aber für uns persönlich eine Erkenntnis, die als Resultat am Ende eines langen Weges steht. Auf diesem haben wir vor allem gelernt und das Gefühl dafür bekommen, die richtigen Leute an einen gemeinsamen Tisch zu bringen – und das war immer viel Wert. Daher können wir Ihnen mitgegeben:

Glauben Sie an Ihre Arbeit, Ihr Wissen, Ihr Handwerk. Haben Sie Mut, dieser zu Vertrauen. Aber seien Sie auch dazu bereit, in Kreativität zu investieren und ihr den Rahmen zu geben, den sie braucht, um sich entfalten zu können. Denn nur mit einem gemeinsamen, einem Hand-in-Hand-Arbeiten, wird das Ergebnis qualitativ hochwertig.

Sie brauchen noch einen kreativen Sparring-Partner oder sind ganz anderer Meinung? Wir freuen uns auf einen cleveren Diskurs und einen wundervollen Streit – denn auch das kann kreativ sein. Glauben Sie’s uns!

Interesse an einem kreativem Austausch?

Dann folgen Sie doch unserem Ideengeber Nicolai Goschin bei LinkedIn oder lernen Sie die Agentur persönlich kennen. Wir sind Expert:innen in der Übertragbarkeit analoger Wünsche in digitale Formate und teilen unser Wissen gerne.

Nicolai Goschin
Consulting · Project Management

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