helllicht und Facebook

Wir sind jetzt auch bei Facebook — warum, wie oft, wie viel?

Nicolai Goschin · Juni 2016 in Standpunkt

Der heiße Scheiß von damals

Dieser Artikel gehört zu unserem Frühwerk, das bedeutet: Damals waren die beschriebenen Sachverhalte aktuell, jetzt haben sie wahrscheinlich schon etwas Staub angesetzt.

Ich hasse Facebook. Ich weiß, “Hass” ist ein wirklich großes Wort. Aber ich hasse Facebook. Das Layout erinnert mich an die späten 90er, die Usability an meinen alten Nintendo64 und die User Experience an Windows 95. Ich lache nicht über Katzen-Videos, ich like-e keine Selfies, ich kommentiere nicht das Essen andere Leute. Kurz: Ich hasse Facebook.

Aber ist das der Grund für helllicht, die Digitalagentur, die ich 2012 gegründet habe, bis heute nicht bei Facebook zu sein? Ja, vielleicht.

Doch das ändert sich jetzt. Denn der Blickwinkel ist ein anderer. Es geht nicht um mich, nicht um meine persönlichen Befindlichkeiten. Die Frage ist eine Größere: Was ist unternehmerisch das Beste für die Agentur? Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg?

Also: Blickwinkel ändern, Unternehmerbrille auf.

Als Unternehmen verfolgen wir eine Kommunikations- und Marketingstrategie. Dabei kommunizieren wir mit unseren Kunden und jenen, die es werden wollen, über unterschiedliche Kanäle. Über Fachartikel, Pressemeldungen, E-Mails, Telefonate, Xing, Twitter, Vorträge. Eben die Marketingklaviatur. Einige dieser Maßnahmen darf man gerne als Content-Marketing bezeichnen.

Die zentrale Frage ist also, ob Facebook, bzw. Facebook-Marketing einen signifikanten Mehrwert im Rahmen unseres Content-Marketing schaffen kann. Ob Facebook auf die Gesamtstrategie einzahlt.
Die Ausgangssituation ist eigentlich perfekt: Wir sind eine Digitalagentur. Wir kennen und können digitales Marketing. Wir können Content. Wir integrieren für unsere Kunden Facebook-Apps. Wir beraten sie bei ihren digitalen Strategien. Wir helfen ihnen, diese zu entwickeln und umzusetzen. Das Handwerkszeug haben wir also, definitiv.

Aber können und müssen ist ja bekanntlich wirklich nicht das Gleiche.

Es bleibt also die Ursprungsfrage nach dem Mehrwert, dem Beitrag, dem Nutzen. Ich bin kritisch. Wollen unsere Kunden wirklich über Facebook mit uns kommunizieren? Gewinnen wir wirklich relevante Leads über Facebook? Ich denke nicht. Nein falsch, “ich dachte nicht”.

Und dann, ein Appell, Feuerwerk.

So dachte ich, bevor Patrick, ein Student der Onlinekommunikation und gelernter Mediengestalter, im Januar in unser Team gekommen ist. Er hat bei uns in der Agentur eine Präsentation über die Chancen von Facebook vorgetragen, über die Chancen für unsere Agentur. Ein brennender Appell für Facebook, ein brennender Appell für: Einfach machen!

Nach seiner Präsentation war ich so überzeugt, dass wir dem Facebook-Marketing nun eine Chance geben. Eine große Chance sogar.
Wir haben dem Projekt sechs Monate Zeit eingeräumt und es mit einem attraktiven Budget an Arbeitszeit des gesamten Teams ausgestattet.

In sechs Monaten werden wir dann sehen, was wir erreicht haben. Dann werden wir genug Informationen haben, um zu wissen, ob Facebook einen relevanten Beitrag zur Gesamtstrategie leistet.

In diesem Sinne:
Gentlemen, Start Your Engines!

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